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Magenbrot

Oh. Wie. Lecker!

(Ok, die Fotos sind nicht der Brüller aber Magenbrot lässt sich eher schwer „schön“ fotografieren 😅 – schmecken tun die kleinen Dinger jedoch köstlich, versprochen!)

Mit dem Magenbrot ist das ja so eine Sache.

Früher bekam man Magenbrot und gebrannte Mandeln nur an der Chilbi – seit einiger Zeit auch das ganze Jahr über beim Detailhändler aaaaber… das Magenbrot dass man überall bekommt ist eher trocken. Und Magenbrot darf auf keinen Fall trocken sein. Auf. Keinen. Fall!

Schön feucht, süss & lecker soll es sein!

Immer wieder hab ich mich durch die gängigen Rezepte gelesen und die Zutat „Triebsalz“ oder „Hirschhornsalz“ hat mich jedesmal abgeschreckt. 1. weiss ich nicht wo’s das gibt und 2. soll das Zeug nach Ammoniak stinken wie verrückt. Somit hab ichs halt gelassen und den Magenbrot-Genuss auf die Chilbi-Zeit beschränkt.

Bis ich dann über dieses überlieferte Rezept aus dem Baselbiet gestossen bin.

Habs ausprobiert und bin begeistert!

Also ran ans Magenbrot – verwöhne dich und deine Liebsten mit den köstlichen Stückli wann immer du willst.

Ich habe die Haltbarkeit getestet und kann folgendes dazu sagen: Man kann das Magenbrot sehr gut nach einer Woche in der Blechdose noch essen (vermutlich auch nach 2 – so lange hat unser Vorrat nicht gehalten) aber die ersten 3 Tage schmeckts am allerallerbesten.

Dieses Magenbrot ist superschnell und einfach herzustellen – da kann man gut ein, zwei Portionen verschenken, den Rest mampfen und ein paar Tage später wieder frisches backen.

Rezept Magenbrot

Ergibt. ca 100 Stück

Vorbereiten: 10 Minuten

Backen: 30 Minuten

Fertigstellen: 20 Minuten

Für den Teig:

500 Gramm Ruchmehl

1 Päckchen Backpulver

1 Teelöffel Zimt

1.5 Esslöffel Lebkuchengewürz

2 Esslöffel Kakaopulver

2 Prisen Salz

300 Gramm Zucker

3 dl Wasser

Für die Glasur:

200 Gramm Schokolade, dunkel (ich nehme Crémant)

40 Gramm Butter

2 dl Wasser

4 Esslöffel Kakaopulver

460 Gramm Puderzucker

Heize den Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vor.

Vermische alle trockenen Zutaten für den Teig in einer Schüssel, gib das Wasser dazu und vermenge alles mit einem Kochlöffel zu einem klebrigen Teig.

Lege zwei Stück Backpapier überlappend auf dein Backblech, so das Blech und Rand bedeckt sind.

Gib den Teigklumpen in die Mitte des Blechs, streue grosszügig Mehl darüber und rolle den Teig nun möglichst gleichmässig in der Grösse des Backblechs aus. Am allerbesten klappts mit einem kleinen Wallholz oder zur Not mit einem Trinkglas 🙂

Backe den Kuchen nun in der Mitte des Ofens für 18 Minuten. Nimm das Blech aus dem Ofen und lasse den Kuchen auskühlen.

Sobald der Fladen lauwarm ausgekühlt ist, schneidest du ihn in mundgerechte Vierecke und legst diese in eine grosse Schüssel.

–> JETZT hast du kurz Panik, denn die Kuchenstückli sind eher trocken – aber keine Sorge, das muss so sein. Sie werden durch die Glasur wieder schön feucht.

Lege dir zwei Bleche mit je einem Stück Backpapier darauf bereit.

Für die Glasur lässt du Schokolade, Butter und Wasser bei geringer Hitze und unter Rühren schmelzen.

Siebe Kakaopulver und Puderzucker dazu und rühre einmal alles mit dem Schneebesen gut durch.

Übergiesse nun die Kuchenstücklis mit der Glasur und vermische alles so lange vorsichtig mit einem Kochlöffel, bis alle Stückchen vollständig mit der Glasur überzogen sind.

Jetzt legst du die Stücke einzeln auf die vorbereiteten Bleche und lässt sie zwei Stunden trocknen. Drehe alle Stücke um, damit die Unterseite oben liegt, bedecke die Bleche möglichst luftdicht mit Alufolie und lasse das Ganze noch mal 2 Stunden (oder über Nacht) ruhen.

Jetzt ist dein selbstgemachtes Magenbrot fertig!

Aufbewahren lässt sich das Magenbrot am besten in einer mit Alufolie ausgelegten Blechschachtel und wie gesagt, die ersten paar Tage schmecken sie am allerbesten.

Ä Guete!

7 Gedanken zu „Magenbrot

  1. Kannte das Rezept bereits… Das ALLERBESTE MAGENBROT. Doch das Rezept ist fast im Schrank staubig geworden. Sodelig, es ist an der (Chilbi-)Zeit, dieses wieder auszugraben. Danke fürs Teilen.

  2. Das Magenbrot schmeckt wirklich ausgezeichnet!! Meine Familie liebt es!!
    Allerdings wurde meine Glasur nicht trocken und was auch einen Tag danach noch klebrig….Habe es ganz nach Anleitung gemacht….

    1. Salüü – freut mi sehr, schmeckt es euch! Nimm am besten 100 Gramm mehr Puderzucker für die Glasur beim nächsten Mal – das wird helfen 🙂

  3. Liebe Sophie, ich habe zwei unterschiedliche Magenbrot-Rezepte getestet, deins hat eindeutig gewonnen! 🙂 Fantastisches Magenbrot, sogar mein Vater hat es gelobt, und er isst normalerweise nur das Gottfried-Stutz-Magenbrot vom Markt… 😉 Ich persönlich würde beim nächsten Mal noch mehr Lebkuchengewürz verwenden.

    1. Yay! Das freut mich sehr und du glaubst es nicht, ich habe grad gestern frisches gemacht und ebenfalls mehr Gewürze genommen 😅 also ich werde das noch anpassen beim Rezept 😊

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