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Die weltbesten Zimtschnecken mit Kürbis

Es ist Herbst! Endlich, yay! Und mit dem Herbst beginnt nun auch die Kürbiszeit.

Ich Glückspilz wohne direkt neben DEM Bauernhof (klick) der jeden Herbst eine riesige Kürbisausstellung veranstaltet.

Über 180 verschiedene Sorten kann man sich ansehen und bei jeder Sorte steht eine Tafel mit den wichtigsten Infos und der Verwendungsempfehlung für den Kürbis.

Natürlich kann man alle Kürbisse kaufen.

Das ist also schon ein Ausflug wert falls du in der Nähe wohnst.

Jedes Jahr probiere ich andere Sorten aus obwohl ich am liebsten Butternuss mag. Einen solchen habe ich auch für dieses Rezept verwendet – also eine Bruder-Sorte: den „Honeynut“. Der ist extra-süss, mega fein!

Du kannst für dieses Rezept jede beliebige essbare Kürbissorte verwenden.

Aber nun zum heutigen Gebäck!

Ach herrje, da habe ich etwas zusammengeschustert, dass ziemlich der Wahnsinn ist! Ich hatte keine Ahnung ob mein Hefeteig, dem ich Kürbispüree zufügte, überhaupt funktioniert aber er tut es und ich hatte noch nie einen solch fluffigen Hefeteig in der Schüssel.

Ich war also entsprechend nervös bei der Zubereitung und um so mehr freue ich mich über das Ergebnis. Läläläää nein wirklich, voll die Freude!

Zugegeben, der Teig braucht lange, sehr lange, um aufzugehen. Insgesamt ca. 3.5 Stunden. Aaaaber ES LOHNT SICH!

–> Übrigens enthält der Teig kein Ei, dieses habe ich durch Kürbispüree ersetzt. Wenn du nun lieber eine vegane Version backen möchtest, brauchst du bloss Pflanzendrink (ich empfehle Soya oder Mandel) statt Kuhmilch und Margarine an Stelle der Butter zu verwenden.

Der zweite Vorteil von „kein Ei im Hefeteig“: Die Zimtschnecken lassen sich problemlos 2-3 Tage, in Alufolie oder Blechdose, aufbewahren und werden nicht trocken.

Diese Zimtschnecken mit Kürbis schmecken ähnlich wie die klassischen Zimtschnecken – nur bitzli besser. Super Fluffy, weich, zimtig & einfach köstlich.

Hier der Fluffigkeitsbeweis:

Auf gehts!

Rezept Zimtschnecken mit Kürbis

Ergibt 12 riesen-Dinger

Für den Teig:

160 Gramm Kürbispürree (1 kleiner Butternuss Kürbis)

120 ml Milch

120 ml Wasser

2 Esslöffel Zucker, weiss

2 Esslöffel Zucker, braun

1 Päckchen Trockenhefe

50 Gramm Butter

480 Gramm Mehl (evtl. brauchst du etwas mehr)

1/2 Teelöffel Salz

1/2 Teelöffel Zimt, gemahlen

1 Messerspitze Kardamom, gemahlen

Für die Füllung:

50 Gramm Butter, weich

120 Gramm Zucker, braun

1.5 Teelöffel Zimt

3 Esslöffel Ahornsirup oder Agavendicksaft

Für den Guss:

200 Gramm Frischkäse (z.Bsp. Philadelphia)

50 Gramm Puderzucker, gesiebt

3-4 Esslöffel Milch

etwas Vanilleextrakt oder Vanillepaste

Zuerst stellst du das Kürbispüree her.

Dafür heizt du den Ofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vor, schälst den Kürbis und schneidest ihn in kleine Stücke.

Gib die Kürbisstückchen auf das Blech und backe sie für 25 Minuten. Lasse den gebackenen (und nun weichen) Kürbis auf dem Blech etwas auskühlen und püriere ihn anschliessend mit dem Stabmixer.

Wiege 160 Gramm Püree ab und iss den Rest auf, friere ihn ein oder – wie ich – backe Kekse draus. (Rezept folgt)

Erwärme 120 ml Wasser in einem kleinen Topf. Nimm das heisse Wasser vom Herd, giesse es in ein grösseres Schüsselchen und rühre beide Zuckersorte hinein. Lasse den Zucker etwas auflösen. Giesse nun die 120 ml kalte Milch dazu und verrühre alles. Die Flüssigkeit sollte lauwarm sein. Nun gibst du die Trockenhefe dazu und stellst das ganze für 10 Minuten zur Seite.

Schmelze die Butter im gleichen Pfännchen.

Gib Mehl, Salz, Zimt und Kardamom in eine grosse Teigschüssel.

Gib nun das Hefe-Gemisch, die flüssige Butter und das Kürbispüree dazu und knete alles 6-8 Minuten lang zu einem geschmeidigen Teig. Falls dieser zu sehr klebt, fügst du einfach Esslöffelweise mehr Mehl dazu. Der Teig wird sehr fein und bleibt leicht klebrig.

Lege den Teig nun in eine mit Mehl ausgestäubte Schüssel, betreue ihn mit etwas Mehl und lasse ihn, mit einem Tuch abgedeckt, 1.5 Stunden bei Zimmertemperatur aufgehen.

Nimm schonmal die 50 Gramm Butter für die Füllung aus dem Kühlschrank, damit sie bei Zimmertemperatur schön weich wird.

Jetzt ist Zeit fürs Mittagsschläfchen oder sonstige Arbeiten 🙂

Fette eine grosse Auflaufform gut ein.

Vermische für die Füllung Zucker, Zimt und Ahornsirup.

Rolle den aufgegangenen Teig nun auf etwas Mehl zu einem ca. 8mm dicken Rechteck aus.

Bestreiche die Teigplatte zuerst mit der weichen Butter und dann mit dem Zimt-Zucker.

Rolle das Ganze nun von der langen Seite her auf und schneide die Rolle in ca. 3 cm dicke Rädchen.

Lege die Teigschnecken in die Auflaufform und lasse dabei etwas Abstand, sie gehen noch ordentlich auf.

Bedecke die Form mit einem Küchentuch und lasse die Schnecken weitere 2 Stunden ruhen.

Nach dem Aufgehen sieht das dann so aus:

Heize den Ofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vor.

Backe die Zimtschnecken für 25 Minuten in der Mitte des Ofens goldbraun und lasse sie anschliessend 10 Minuten lang etwas abkühlen.

Rühre in der Zwischenzeit Frischkäse und Milch mit dem Handmixer glatt, siebe den Puderzucker dazu und verrühre alles zu einer dickflüssigen Glasur.

Glasiere die Zimtschnecken und voilà – DAS Herbstzvieri ist parat.

Ä Guete!

Ps. Lauwarm schmecken sie uns hier am allerbesten!

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